SPD 60 plus Ba-Wü

Herzlich Willkommen!

Wer wir sind.

Wir sind eine selbständige Arbeitsgemeinschaft in der SPD. Wir engagieren uns und suchen den Dialog mit den anderen Generationen. Bei uns kann jeder ältere Mensch mitmachen, auch wenn er noch nicht Mitglied unserer Partei werden will. Auch jüngere Menschen, die sich mit Altersfragen beschäftigen, sind uns willkommen.

Was wir wollen.

Wir wollen unsere Kenntnisse und Erfahrungen für die Gestaltung der Zukunft einbringen. Wir erwarten, daß die Lebensleistung unserer Generation respektiert wird. Wir wollen nicht bevormundet werden. Wir vertreten unsere Interessen selbst!

Was wir tun.

Wir machen Aktionen, Projekte und Veranstaltungen, diskutieren und mischen uns ein, wenn politische Entscheidungen anstehen. Es gibt in jedem Landkreis eine Seniorenarbeitsgemeinschaft der SPD, zumindest eine Ansprechpartnerin oder einen Ansprechpartner.
Wir laden Sie oder Dich zum Mitmachen recht herzlich ein.

Lothar Binding MdB
Landesvorsitzender SPD 60plus

 

Veröffentlicht in Aus dem Parteileben
am 15.11.2017

Der Nordheimer Manfred Plieninger (Bildmitte) plädierte vor SPD-Senioren für Frieden

Krieg und Frieden ist und bleibt für die SPD-Senioren ein Kardinalthema - erst recht für diejenigen, die den Zweiten Weltkrieg und/oder die Nachkriegszeit miterlebt haben. Bei der November-Veranstaltung der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus Heilbronn Stadt und Land im früheren Böckinger Rathaus (und ehemaliger Nazi-Zentrale), kam jetzt ein Zeitzeuge zu Wort, der einiges zum Kriegsende im Unterland 1944/45 zu berichten wusste: Manfred Plieninger aus der Heilbronner Nachbargemeinde Nordheim, Jahrgang 1932, seit über 50 Jahren SPD-Mitglied und 26 Jahre lang Gemeinderat.

„72 Jahre Frieden in Deutschland - das hat es noch nie gegeben!“ Manfred Plieninger wollte sich jedoch nicht mit dem Geschehen in seiner Lebenszeit begnügen, sondern das Phänomen von Kriegen grundsätzlich thematisieren. Der Referent erinnerte an die unzähligen (von urzeitlichen, biblischen bis zu den neuzeitlichen und aktuellen) kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Gruppen und Völkern, verbunden mit Hinweisen auf die millionenfachen Opfer.

Über das Kriegsende im Unterland, das Manfred Plieninger als 12 jähriger Bube erlebte, berichtete er authentisch und äußerst spannend: Der erste Ziviltote infolge Luftangriff am 17. Dezember 1940, weitere 4 Luftangriffe danach bis 1944. Am 10. September mit 279 Toten, dann vielfacher Alarm wegen „Bomber-Karle“ und schließlich die verheerenden Angriffe der Royal Air Force am 4. Dezember 1944 mit fast 7000 Toten und Zerstörung der Altstadt Heilbronn. Der junge Plieninger fand kurz danach das verwüstete Bahnhofsviertel völlig menschenleer vor. Nach Nordheim kam noch ein Haufen von versprengten Soldaten, dann wurde Nordheim am 5. April 1945 nach schweren Kämpfen von französischen Einheiten besetzt. Mühsam gelang den vorrückenden Amerikanern ein Brückenschlag über den Neckar nach Heilbronn. Nach elftägigem Kampf übernahm am 13. April die US-Militärregierung die Herrschaft über Heilbronn. Persönliche Erinnerungen und Erlebnisse aus den „schlimmen“ Zeiten wurden geschildert. Schließlich folgte noch ein Streifzug durch die Nachkriegszeit, den „Kalten Krieg“ und die nachfolgenden Konflikte und Kriege, dabei auch auf die Versuche eingehend, über die Gründung der UNO, die Welt etwas friedlicher zu machen. Leider ist das nicht überall gelungen. „Der Frieden ist und bleibt brüchig und verwundbar, aber er ist unser höchstes Gut“, so Manfred Plieninger.

Diesem Votum konnten die zahlreichen SPD-Senioren nur zustimmen. Und in einer regen Aussprache wussten viele von ihnen noch aus eigenem Erleben Erinnerungen aus der Kriegs- und Nachkriegszeit beizusteuern. (h.s)

Veröffentlicht in Aus dem Parteileben
am 02.11.2017

Auf der ersten Hauptversammlung der AG 60 plus nach der Gründung im Jahre 2015 konnte der Kreisvorsitzende Jürgen Grahl zahlreiche Mitglieder und als Gastredner Peter Steinhilber, stellvertretender Landesvorsitzender der AG 60 plus Baden-Württemberg begrüßen.

In seinem Bericht ging Jürgen Grahl auf die in den vergangenen zwei durchgeführten Veranstaltungen zur Pflege und Gesundheit, ein europapolitischer Austausch mit dem MdEP Peter Simon und den Jusos, sowie den bundesweiten Aktionstag „ Zusammenhalten „ in Böblingen ein. Unsere Arbeitsgemeinschaft ist als Gliederung der SPD im Kreis und auch auf Landesebene  sehr gut eingebunden und versetzt, so Grahl. Mit Wolfgang Ebsen sind wir auch im Landesvorstand der AG 60 plus vertreten. Für uns ist das Thema soziale Gerechtigkeit ein elementarer Baustein unsere politischen Arbeit. Wir können und dürfen die Menschen nicht allein lassen. Daher werden wir unsere Aktivitäten und Veranstaltungen ausbauen. Sollte die Jamaica Koalition kommen – dann haben wir noch mehr Zündstoff so der AG Vorsitzende.

Für Peter Steinhilber ist die Sicherung der Altersvorsorge und die Stabilisierung des Rentenniveaus auf wieder 50 % ein Thema das die Menschen der Sandwich -Generation ganz besonders betrifft. Und was ist mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die im Niedriglohnniveau arbeiten und mit einer Rente rechnen müssen die unterhalb der Grundsicherung liegen wird. In der Groko wurde zu wenig unternommen, aber die SPD und vor allem wir von der AG 60pus müssen aktiv dran bleiben, auch in der Opposition so Peter Steinhilber.

Veröffentlicht in Aktuelles
am 05.10.2017

Stabwechsel an der Bundesspitze der SPD 60 plus: Lothar Binding und Angelika Graf (Foto: SPD-Parteivorstand)

Bei der Bundeskonferenz der SPD 60 plus am 4. und 5. Oktober 2017 in Wolfsburg wurde Lothar Binding MdB zum neuen Bundesvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft gewählt. Er tritt die Nachfolge von Angelika Graf (Bayern) an, die nicht mehr kandidiert hatte.

Lothar Binding, auch 60 plus-Landesvorsitzender Baden-Württemberg, setzte sich dabei mit über 66 % der Stimmen klar gegen seinen Mitbewerber um das Amt, Friedhelm Hilgers ((Nordrhein-Westfalen) durch.

Veröffentlicht in Aus dem Parteileben
am 20.09.2017

Unser Rentensytem ist äußerst komplex

Das Thema Rente stand im Mittelpunkt des ersten Treffens der SPD-Senioren nach der Sommerpause. Peter Steinhilber, stv. Landesvorsitzender der AG 60 plus referierte höchst kenntnisreich über den aktuellen Stand des heutigen Rentensystems und über das künftige SPD-Konzept für eine gerechte Rente zur Absicherung im Alter. Dabei sprach er zahlreiche Bereiche an: Solidarische Gerechtigkeit, statistische Vielfalt, Problematik von Durchschnittswerten, Bundeszuschuss aus Steuermitteln. Weiter behandelt und diskutiert wurden: Nicht durch Beiträge gedeckte Ausgaben (z. B. Mütterrente), Dauer des Rentenbezuges, Zahl der Rentenempfänger, Produktivitätsfortschritt der Wirtschaft, Abschläge auf vorzeitige Rente, Grundsicherung, scheinbarer Konflikt zwischen jung und alt, gesellschaftliche Akzeptanz der gesetzlichen Rente, Ost-Westangleichung der Renten, Riesterrente, Entgeltumwandlung, private Vorsorge, Betriebsrenten, Erwerbstätigenversicherung und Erwerbsminderungsrente.

Besonders hervorgehoben wurde vom Referenten schließlich die „doppelte Haltelinie“ im SPD-Konzept: 22 % Beitragshöhe und ein Rentenniveau von mindestens 48% des Nettodurchschnittsverdienstes, sowie die Beibehaltung des Renteneintrittsalters von 67 Jahren und die Solidarrente (10 % über Grundsicherung) für langjährige Arbeitnehmer mit geringen Verdienst.

Peter Steinhilber bedauerte abschließend, dass die SPD in der Öffentlichkeit nicht als überzeugende Kämpferin für die gesetzliche Rente wahrgenommen wird, trotz der Erfolge von Andrea Nahles, der zuständigen Ministerin.

Anschließend wurde noch über den laufenden Wahlkampf, über die bisherigen Erfahrungen und die unterschiedlichen Erwartungen berichtet und diskutiert. Besonders gewürdigt wurde von allen Diskussionsrednern der engagierte Einsatz der beiden Unterländer Kandidaten Josip Juratovic und Thomas Utz, sowie deren tatkräftigen Helferteams.

Sieghart Brenner

Veröffentlicht in Veranstaltungen
am 13.09.2017

Die diesjährige Bundeskonferenz der SPD 60 plus fand am 4. und 5. Oktober 2017 in Wolfsburg statt. Über 200 Delegierte aus der ganzen Bundesrepublik kommen dort zusammen, um einen neuen Bundesvorstand zu wählen und Anträge zu beraten. Baden-Württemberg nahm mit 15 Delegierten teil.

Die bisherige Bundesvorsitzende Angelika Graf (Bayern) hatte nicht mehr kandidiert, für ihre Nachfolge bewarben sich gleich zwei Kandidaten. Dabei setzte sich Lothar Binding MdB mit über 66 % der Stimmen überraschend deutlich gegen seinen Mitbewerber Friedhelm Hilgers (Nordrhein-Westfalen) durch. Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden gewählt Heidemarie Fischer (Berlin), Friedhelm Hilgers und Peter Schöbel (Hessen-Süd). Die Beisitzer*innen Gisela Arnold (Niedersachsen), Reinhard Hemker (Hessen-Nord), Annemarie Pell (Nordrhein-Westfalen), Ingrid Reske (Rheinland-Pfalz), Jürgen Rischar (Saarland) und Michael Schmidt (Mecklenburg-Vorpommern komplettieren den 10-köpfigen Bundesvorstand.

Neben zahlreichen Grußworten war auch der amtierende SPD-Generalsekretär Hubertus Heil nach Wolfsburg gekommen. In seiner Rede kündigte er eine umfassende Aufarbeitung der Bundestagswahl an. Unter großem Beifall der Delegierten bekräftigte er, dass die SPD ihre Oppositionsrolle annehmen werde.

Die Anträge befassten sich mit den Themen Alterssicherung und Rente, Pflege und Gesundheit, Gesellschaft, Steuern und Finanzen, Europa und Außenpolitik sowie Wohnen. Die SPD-Senioren sprachen sich für eine Stärkung der umlagefinanzierten Rente und eine Stabilisierung des Rentenniveaus bei mindestens 50 % aus. Ein Antrag aus Baden-Württemberg, der forderte, dass die Beitragspflicht zur Gesetzlichen Krankenkasse für Bezieher von Betriebsrenten nur den Arbeitnehmer-Anteil umfassen solle, wurde mit großer Mehrheit angenommen. Die Versammlung verabschiedete auch die Resolution "Altersgerecht leben", die ebenfalls von Baden-Württemberg verfasst wurde.

Der Aufenthalt in Wolfsburg wurde für zahlreiche Delegierte unfreiwillig verlängert. Sturmtief "Xavier" legte den Bahnverkehr in Norddeutschland komplett lahm.