SPD 60 plus Ba-Wü

Herzlich Willkommen!

Wer wir sind.

Wir sind eine selbständige Arbeitsgemeinschaft in der SPD. Wir engagieren uns und suchen den Dialog mit den anderen Generationen. Bei uns kann jeder ältere Mensch mitmachen, auch wenn er noch nicht Mitglied unserer Partei werden will. Auch jüngere Menschen, die sich mit Altersfragen beschäftigen, sind uns willkommen.

Was wir wollen.

Wir wollen unsere Kenntnisse und Erfahrungen für die Gestaltung der Zukunft einbringen. Wir erwarten, daß die Lebensleistung unserer Generation respektiert wird. Wir wollen nicht bevormundet werden. Wir vertreten unsere Interessen selbst!

Was wir tun.

Wir machen Aktionen, Projekte und Veranstaltungen, diskutieren und mischen uns ein, wenn politische Entscheidungen anstehen. Es gibt in jedem Landkreis eine Seniorenarbeitsgemeinschaft der SPD, zumindest eine Ansprechpartnerin oder einen Ansprechpartner.
Wir laden Sie oder Dich zum Mitmachen recht herzlich ein.

Lothar Binding MdB
Landesvorsitzender SPD 60plus

 

Veröffentlicht in Aus dem Parteileben
am 20.09.2017

Unser Rentensytem ist äußerst komplex

Das Thema Rente stand im Mittelpunkt des ersten Treffens der SPD-Senioren nach der Sommerpause. Peter Steinhilber, stv. Landesvorsitzender der AG 60 plus referierte höchst kenntnisreich über den aktuellen Stand des heutigen Rentensystems und über das künftige SPD-Konzept für eine gerechte Rente zur Absicherung im Alter. Dabei sprach er zahlreiche Bereiche an: Solidarische Gerechtigkeit, statistische Vielfalt, Problematik von Durchschnittswerten, Bundeszuschuss aus Steuermitteln. Weiter behandelt und diskutiert wurden: Nicht durch Beiträge gedeckte Ausgaben (z. B. Mütterrente), Dauer des Rentenbezuges, Zahl der Rentenempfänger, Produktivitätsfortschritt der Wirtschaft, Abschläge auf vorzeitige Rente, Grundsicherung, scheinbarer Konflikt zwischen jung und alt, gesellschaftliche Akzeptanz der gesetzlichen Rente, Ost-Westangleichung der Renten, Riesterrente, Entgeltumwandlung, private Vorsorge, Betriebsrenten, Erwerbstätigenversicherung und Erwerbsminderungsrente.

Besonders hervorgehoben wurde vom Referenten schließlich die „doppelte Haltelinie“ im SPD-Konzept: 22 % Beitragshöhe und ein Rentenniveau von mindestens 48% des Nettodurchschnittsverdienstes, sowie die Beibehaltung des Renteneintrittsalters von 67 Jahren und die Solidarrente (10 % über Grundsicherung) für langjährige Arbeitnehmer mit geringen Verdienst.

Peter Steinhilber bedauerte abschließend, dass die SPD in der Öffentlichkeit nicht als überzeugende Kämpferin für die gesetzliche Rente wahrgenommen wird, trotz der Erfolge von Andrea Nahles, der zuständigen Ministerin.

Anschließend wurde noch über den laufenden Wahlkampf, über die bisherigen Erfahrungen und die unterschiedlichen Erwartungen berichtet und diskutiert. Besonders gewürdigt wurde von allen Diskussionsrednern der engagierte Einsatz der beiden Unterländer Kandidaten Josip Juratovic und Thomas Utz, sowie deren tatkräftigen Helferteams.

Sieghart Brenner

Veröffentlicht in Veranstaltungen
am 13.09.2017

Die diesjährige Bundeskonferenz der SPD 60 plus wird am 4. und 5. Oktober 2017 in Wolfsburg stattfinden. Rund 250 Delegierte aus der ganzen Bundesrepublik kommen dort zusammen, um einen neuen Bundesvorstand zu wählen und Anträge zu beraten.
Baden-Württemberg nimmt mit 15 Delegierten teil.

Veröffentlicht in Aus dem Parteileben
am 24.07.2017

Am Rednerpult: Roland Sing. Am Tisch: v.l. Matthias Kircher, Carola Grodszinski, Jasmina Hostert

 

Unsere Gesellschaft wird immer älter und immer mehr Krankheiten können durch den medizinischen Fortschritt bekämpft werden. In Deutschland verfügen wir weltweit über eines des besten Gesundheitssysteme , aber ist es auch gerecht?

Profitieren alle gleichermaßen von unserer guten Versorgung, oder haben wir eine Zweiklassenmedizin , so Jürgen Grahl , Kreisvorsitzender der AG 60plus in seiner Begrüßung.

An der Podiumsdiskussion nahmen Roland Sing, VdK Präsident Baden-Württemberg, Matthias Kircher, Leiter Wohn- und Pflegeheim Samariterstift Gärtringen, Carola Grodszinski, Ver.di Vorsitzende Böblingen-Sindelfingen sowie Jasmina Hostert, SPD-Kreisvorsitzende und Bundestagskandidatin im Wahlkreis Böblingen teil.

Roland Sing, der Gastredner des Abends, legte in einer 20 minütigen Eingangsrede die aktuelle Situation dar. Er bemängelte, obwohl Deutschland ein reiches Land ist, immer mehr Versicherte um ihr Recht kämpfen müssen.

Dass die Leistungskataloge der gesetzlichen Krankenkassen immer spärlicher werden, trotz eines Überschusses von aktuell mehr als € 500 Millionen. Die Fallpauschalen haben dazu geführt, dass in den Kliniken der Kapitalismus pur eingezogen ist.

Carola Grodszinski, die Ver.di Vorsitzende Böblingen –Sindelfingen und langjährige Betriebsratsvorsitzende des Klinikum Südwest setzt sich seit Jahren für eine Verbesserung der Pflege in den Kliniken ein. Eine Pflegekraft in Deutschland betreut tagsüber 13 und nachts über 20 Personen. In anderen europäischen Ländern sieht es wesentlich besser aus. In Schweden betreut eine Pflegekraft 8 Personen und in den USA nur 5 Personen. Aktuell fehlen uns 70 000 Pflegekräfte bemängelt Grodszinski.

Matthias Kircher vom Samariterstift in Gärtringen wünscht sich mehr Zeit für die Versorgung seiner Heimbewohner. Die Personaldecke wir immer dünner und der Pflegeberuf ist für den Berufsnachwuchs nicht interessant, da sowohl die Vergütung als auch die Arbeitszeit nicht motivieren.

Die Zahl der jetzt 2,9 Mio. Pflegebedürftigen wird bis zum Jahr 2030 auf 3,5 Mio. steigen . Die Hauptlast liegt bei den Familien. Jasmina Hostert sieht hier den Gesetzgeber gefordert, die zwar verbesserten aber doch nicht ausreichenden Rahmenbedingungen anzugleichen. Pflegende Angehörige dürfen nicht in die Altersarmut abrutschen.

Veröffentlicht in Veranstaltungen
am 10.07.2017

v.r.: Lukas Siebenkotten, Daniel Born MdL,Sieghart Brenner,Lothar Binding MdB

 

"Wie wollen wir in Zukunft leben? - Generationengerecht, lebenswert, bezahlbar!" lautete der Titel einer Podiumsdiskussion, zu der die SPD 60 plus Baden-Württemberg nach Heilbronn eingeladen hatte. Mit dabei waren Lukas Siebenkotten (Direktor des Deutschen Mieterbundes) und Daniel Born MdL (Wohnungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion). Der 60 plus-Landesvorsitzende Lothar Binding MdB führte ins Thema ein, die Moderation hatte Sieghart Brenner, Kreisvorsitzender der SPD 60 plus Heilbronn.

Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Es wird so viel gebaut wie nie. Hochpreisige Neubauten und luxussanierte Wohnungen sind zum Anlageobjekt geworden. Die Zersiedelung der Landschaft schreitet voran. In manchen ländlichen Gebieten gibt es Leerstand, während in Ballungsräumen und Universitätsstädten ein eklatanter Mangel an Wohnungen herrscht. Immer mehr Familien, Alleinerziehende, Studierende und ältere Menschen finden kaum noch bezahlbaren Wohnraum. Die für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft so wichtige soziale Durchmischung in den Wohnquartieren geht immer mehr verloren.

"Dass bezahlbarer Wohnraum knapp wird, war eine vorhersehbare Entwicklung. Seit der EU-Osterweiterung sind rund 2,5 Mio. Menschen nach Deutschland gekommen. Flüchtlinge machen aber nur einen sehr geringen Teil daran aus, überwiegend handelt es sich um europäische Binnenwanderung, hauptsächlich von Arbeitskräften aus Osteuropa. Leider haben Regierungen verschiedener Couleurs nicht vorausschauend agiert", betonte Lukas Siebenkotten. Die Förderung des Sozialen Wohnungsbaus sei seit Jahrzehnten stark zurückgefahren, öffentliche Gelder oftmals sogar zweckentfremdet worden. Verschärfend komme hinzu, dass nach 20 Jahren Sozialwohnungen wieder in den freien Markt übergehen. Der Bestand nehme also faktisch jährlich ab.

Mittlerweile habe die Bundesregierung erste Schritte unternommen: Das Bündnis für bezahlbares Wohnen, soziale Wohnraumförderung, Wohngelderhöhung und Mietpreisbremse sollen entgegenwirken. Siebenkotten bedauerte, dass diese an sich sinnvollen Instrumente auf Betreiben von CDU und CSU stark verwässert wurden. Weder eine degressive Abschreibung noch eine Auskunftspflicht des Vermieters seien in der Koalition durchsetzbar gewesen. Energetische Sanierungen führten meist zu Mieterhöhungen, die das Dreifache der eingesparten Heizkosten betragen.  

VeranstaltungenFrühjahrsempfang 2017

Veröffentlicht in Veranstaltungen
am 11.04.2017

Der Frühjahrsempfang der SPD 60 plus Baden-Württemberg lockte wieder zahlreiche Besucher in den Kleinen Kursaal nach Stuttgart-Bad Cannstatt. Das lag bestimmt nicht nur am frühlingshaften Wetter, sondern auch an der Sozial- und Gesundheitswissenschaftlerin Prof. Dr. Annelie Keil aus Bremen, wie der 60 plus-Landesvorsitzende Lothar Binding in seiner Begrüßung feststellte. Annelie Keil referierte zum Thema "Älterwerden heißt neu werden im Angesicht einer offenen Zukunft - Leben braucht mehr als ein Plus an Jahren".

Dabei sprach sie das Geschenk der nackten Geburt an. Dass niemand vorherbestimmen könne, an welchem Ort, in welche Verhältnisse man hineingeboren werde. Immer wieder flocht sie dabei ihre eigene Lebensgeschichte ein: ihre ersten Lebensjahre verbrachte sie im Waisenhaus, in Kriegsgefangenschaft und im Flüchtlingslager Friedland. Als demographischen Reichtum bezeichnete sie, was jeder zum Leben brauche: ein Herz, das Mitgefühl entwickeln kann, Augen, Nase, Ohren und Mund, Füße, Hände und ein Gehirn, mit dem man mitdenken kann.