SPD 60 plus Ba-Wü

 

Wir über uns

Selbstdarstellung der AG 60 plus

Wir setzen uns ein für eine solidarische Gesellschaft aller Lebensalter.

1. Alter hat Zukunft
Wir wollen die Teilhabe älterer Menschen in Gesellschaft und Politik stärken. Die Älteren sollen ihre Interessen vorrangig selbst vertreten: in Parteien, Gewerkschaften und anderen Organisationen. Ältere sind der SPD als Neumitglieder genauso willkommen wie als Mandats- und Funktionsträger.
Wir sehen in den Seniorenräten bzw. -beiräten auf der Ebene der Kommunen und Kreise eine wichtiges Instrument der politischen Mitwirkung und Mitbestimmung. Wir setzen uns dafür ein, dass die Einrichtung von flächendeckenden und kommunalen Seniorenräten gesetzlich geregelt wird.
Neue Formen der Beteiligung Älterer, des bürgerschaftlichen Engagements, des Ehrenamts und seiner gesellschaftlichen Anerkennung wollen wir fördern. Die Älteren wollen sich am Leben im Gemeinwesen beteiligen und zeigen dies durch ihr Engagement in Vereinen, Bürgerinitiativen, Seniorenbüros, Seniorengenossenschaften und Selbsthilfegruppen. Bürgerschaftliches Engagement braucht verlässliche Rahmenbedingungen.

2. Älterwerden in einer solidarischen Gesellschaft
Herausforderung für Gesellschaft und Politik
Immer mehr Menschen befinden sich im dritten und vierten Lebensalter, jenseits der Erwerbstätigkeit. Die Verlässlichkeit unserer sozialen Sicherungssysteme gewährt vielen von ihnen eine „späte Freiheit“. Zu dieser älteren Generation zählen „junge Alte“, die erst vor kurzem aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind, „rüstige“ Rentnerinnen und Rentner, sowie auch die Hochbetagten und die Kranken. Die Lebensbedingungen innerhalb dieser Gruppen sind sehr unterschiedlich. Dem hat die Politik durch entsprechende Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen.

Materielle Sicherung im Alter
Die demographische Entwicklung der Bevölkerung macht eine Reform der Alterssicherung zwingend erforderlich. Auch in der Zukunft brauchen wir ein bezahlbares Rentensystem, das den Menschen im Alter einen angemessenen Lebensstandard garantiert. im Grundsatz unterstützen wir deshalb die Vorstellungen der Bundesregierung zur Reform der Rente. Die Älteren sind bereit, einen Beitrag dafür zu leisten, daß auch in Zukunft der Generationenvertrag Bestand hat.

Wohnen im Alter
Die Schaffung altengerechter Wohnungen muß mit gezielten Programmen des Landes gefördert werden. Wir wollen Wohnberatungsstellen in den Städten und Landkreisen, die älteren Menschen Hilfestellungen geben, damit sie möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung leben können. Betreutes Wohnen/Service-Wohnen wie auch generationsübergreifendes Wohnen und Wohngruppen sind zukunftsweisende Wohnformen für ältere Menschen.

Mobilität im Alter
Dazu gehört eine möglichst barriefefreie Umwelt: Gestaltung öffentlicher Räume und der Verkehrsmittel. Wir brauchen mehr verkehrsberuhigte Zonen und einen funktionierenden und seniorengerechten ÖPNV.

3. Menschenwürde und Selbstbestimmung im Alter
Unser Ziel ist es, älteren Menschen möglichst lange ein Leben in Selbständigkeit und Würde in ihrer vertrauten Umgebung zu ermöglichen. Dies setzt eine gute pflegerische und medizinische Versorgung voraus.
Wir brauchen geriatrisch ausgebildete bzw. weitergebildete Ärztinnen und Ärzte. Für stationär Pflegebedürftige wollen wir den Standard in unseren Heimen erhalten und ausbauen. Und wir wollen den Heimbewohnern zur Wahrung ihrer Interessen mehr Rechte geben.

Beratung und Unterstützung im Vorfeld und Umfeld der Pflege
Informations-, Anlauf- und Vermittlungsstellen sind bei der Vermittlung von Hilfe vor Ort und der Beratung für Ältere und deren Angehörigen unverzichtbar. Die Familie als wichtigste Ressource für Hilfe und Zuwendung ist wirkungsvoll zu unterstützen, andere soziale Netze und Gemeinschaftsformen, wie Nachbarschaften, Wohngruppen oder Freundeskreise sind zu fördern.

4. Gesellschaft für alle Lebensalter
Wir wenden uns gegen ein Bild, das im demographischen Wandel nur Gefahren sieht, gegen eine Politik, die alte und junge Menschen gegeneinander ausspielt. Mit einem neuen Bündnis der Generationen können wir die Herausforderungen des demographischen Wandels bewältigen, eine Gesellschaft für alle Lebensalter zu schaffen.