SPD 60 plus Ba-Wü

 

SPD 60 plus feierte 20-jähriges Jubiläum

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20 Jahre Mainz-120 Jahre SPD 60 plus sind ein Grund zum Feiern. Und das tat die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Seniorinnen und Senioren am 11. Oktober 2014 ausgiebig in Mainz. 1994 hatte dort der Gründungskongress stattgefunden. Rund 200 Mitglieder und Freunde der SPD 60 plus waren aus ganz Deutschland angereist. Allein Baden-Württemberg war mit 40 Personen vertreten, eigens angereist in einem Bus.

Den musikalischen Auftakt machten die UHUS, die Unter-Hundertjährigen-Sozialdemokraten, unter der Leitung von Reinhold Hämker. Die 60 plus-Bundesvorsitzende Angelika Graf hob in ihrer Begrüßung besonders Gotlind Braun (Tübingen) hervor, die ein Gründungsmitglied der ersten Stunde war und lange Jahre dem 60 plus-Bundesvorstand angehörte, und überreichte ihr ein Geschenk.

 

Es folgten Grußworte von Kurt Beck, ehemaliger rheinland-pfälzischer Ministerpräsident und jetziger Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung, und Alexander Schweitzer, Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz. „Gut und sicher leben im Alter“ war Thema eines Talks zwischen Elke Ferner MdB, Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und Dr. h.c. Jürgen Gohde, Präsident des Zentrums Deutsche Altershilfe.

 

20 Jahre Mainz-2Die Festrede hielt der stellv. SPD-Vorsitzende Ralf Stegner, in Vertretung der kurzfristig verhinderten Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. Er dankte allen SPD 60 plus-Mitgliedern für ihren Einsatz. Insbesondere in Wahlkämpfen sei die Arbeitsgemeinschaft ein verlässlicher Partner. Er rief die SPD-Senioren auf, sich auch weiterhin für die sozialdemokratischen Kerntugenden von sozialer Gerechtigkeit, Solidarität, Frieden und Freiheit einzusetzen. „Das Profil muss stimmen!“ Die SPD sei die Alternative zur CDU. „Koalitionen sind keine Liebesheiraten, sondern nur begrenzte Zwischenlösungen“ sagte Stegner.Wichtig sei es, trotzdem in der Koalition selbstbewusst - auf der Basis sozialdemokratischer Grundwerte - seine Positionen zu vertreten. Dass das zum Erfolg führe, zeige sich z.B. am Mindestlohn und am Rentenpaket, wo wesentliche sozialdemokratische Forderungen verankert werden konnten. Die SPD müsse sich von anderen Parteien abheben, wenn sie gewählt werden wolle. Die Rente müsse einen gebührenden Ertrag der Lebensleistung widerspiegeln, das Rentenniveau dürfe nicht unter 50 Prozent sinken. „Im Gegensatz zur CDU wollen wir Sozialdemokraten nicht viel für wenige, sondern viel für viele tun“, betonte StegnerAngesichts der zahlreichen internationalen Krisenherde lehnt er deutsche Waffenlieferungen vehement ab. „Mir ist es allemal lieber, wenn Frank-Walter Steinmeier redet, redet, redet, … als dass auch nur ein Schuss aus deutschen Waffen fällt“, betonte Stegner. Wer könne garantieren, dass diese Waffen nicht irgendwann zu anderen Zwecken eingesetzt würden. Zudem wandte sich Stegner  gegen ein hinter verschlossenen Türen ausgehandeltes Freihandelsabkommen mit den USA, das den Turbokapitalismus befördere. Die Wertegemeinschaft Europas müsse Sorge tragen, dass ihre erarbeiteten sozialen, kulturellen  ökonomischen und ökologischen Standards nicht maßlosem Gewinnstreben geopfert würden.Vielmehr setzt er auf diplomatisches Vorgehen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer quittierten Stegners klare Worte mit minutenlangem Beifall.

Anschließend klang die Festveranstaltung bei einem Stehempfang bei Häppchen und pfälzischen Getränken aus.