SPD 60 plus Ba-Wü

 

60 plus Ortenau unterwegs

Veröffentlicht in Aus dem Parteileben

SPD-Senioren sind von Emmendingen und seinem Tagebucharchiv begeistert
Auf Einladung der Ortenauer Arbeitsgemeinschaft 60plus machte sich eine dreißig- köpfige Seniorengruppe auf den Weg nach Emmendingen. Dort wurde sie vom SPD-Kreisvorsitzenden und stellvertretenden Bürgermeister Johannes Fechner begrüßt.

Ortenau

Mit einem ersten Rundgang durch die Stadt vermittelte Fechner den Gästen nicht nur einen optischen Überblick, sondern auch gehäuftes Emmendinger historisches und aktuelles Wissen. Auch wenn Goethe hier wohl nur zwei Mal seine daselbst verheiratete Schwester besucht hatte: Auf einem Brunnen ist er trotzdem in Bronze mit zwei weiteren historischen Söhnen der Stadt verewigt. Anschließend trafen sich die Senioren mit den beiden SPD-Landtagsabgeordneten Sabine Wölfle (Emmendingen) und Gabi Rolland (Freiburg). Statt langer Reden wurde vor allem über die frischen Erfahrungen mit der grün-roten Landeskoalition berichtet und lebhaft aus dem politischen Nähkästchen geplaudert. Das ging natürlich nicht ohne kritische Nachfragen, etwa zur Haltung der Landes-SPD in Sachen Rheintalbahn- Neuplanung (beide Abgeordnete: „Wir stehen zur Autobahntrasse!“) oder Bildungspolitik („Wir machen keine Schnellschüsse, sondern diskutieren vorab mit allen Betroffenen!“). Michael Masson, Vorsitzender der Ortenauer 60plus-Arbeitsgemeinschaft, betonte, dass es sich die SPD-Senioren auch künftig nicht nehmen lassen, über Renten hinaus zu allen politischen Problemen Stellung zu beziehen bis hin zur Kleinkinderbetreuung. Er dankte der Ausflugs-Organisatorin Dorothea Hertenstein besonders dafür, dass es ihr wieder gelungen sei, traditionell gemeinsam mit Teilnehmern aus den benachbarten 60plus-Kreisverbänden von Emmendingen, Freiburg und Breisgau-Hochschwarzwald einen spannenden Tag verbringen zu können. Der wurde gekrönt von dem Besuch des Emmendinger Tagebucharchivs, das erst 1998 gegründet wurde. Seitdem werden hier – bundesweit erst- und einmalig – Zeugnisse individueller Lebensgeschichten von ehrenamtlichen „Lesern“ gesichtet, anschließend bewertet und gegebenenfalls archiviert. Dies sind vorrangig Tagebücher, Lebenserinnerungen und Briefwechsel. Aus den mittlerweile lawinenartig eingehenden Materialien werden nur solche heraus sortiert, die „Geschichte von unten“ exemplarisch dokumentieren. Profane Urlaubserinnerungen haben keine Chance, in Regalen zu landen. Hertenstein fasste die Meinung der beeindruckten Senioren zusammen: Auch wenn im Emmendinger Tagebucharchiv allein schon aus Personalmangel gründliche Lese-Einblicke bislang nur fachlich-beruflich begründet gewährt werden können, sei die junge Einrichtung ein gelungenes Projekt und schon weit über Emmendingen hinaus von Fachleuten gerühmt. Deshalb sei das Tagebucharchiv jeder überörtlichen Unterstützung wert, applaudierten die SPD-Senioren einmütig begeistert.