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60 plus Heilbronn: Gerade im Alter auf Nummer Sicher gehen

Veröffentlicht in Aus dem Parteileben

Polizeihauptkommissar Pfeifer machte SPD-Senioren mit Prävention vertraut

Immer wieder liest man in der Zeitung, dass ältere Personen Opfer von Betrügereien werden. Das muss nicht sein. Harald Pfeifer, Erster Polizeihauptkommissar und SPD-Stadtrat in Heilbronn, gab beim Treffen der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus Heilbronn Stadt- und Landkreis Tipps, wie man gerade im Alter seine persönliche Sicherheit erhöhen kann.
Trotz aller Warnungen verfange jedoch noch immer die Masche mit dem „Enkeltrick“. Da wird eine ältere Person angerufen, „rate mal, wer ich bin“, geschickt in ein Gespräch über persönliche Verhältnisse verwickelt und mit einem akuten finanziellen Problem des vorgeblichen Enkels oder sonstigen Verwandten konfrontiert. Dann wird eine Mittelsperson zur Abholung des vereinbarten Geldbetrags oder zur Begleitung zum Bankinstitut zur Geldabhebung geschickt – und das Ersparte ist weg. „Wie kann man nur so dumm sein“, ist dann eine späte Erkenntnis von allzu hilfsbereiten Senioren. Um sie sensibler zu machen für solche Betrugsversuche begleitet die Polizeiprävention bereits im dritten Jahr zusammen mit dem Kreisseniorenrat ein von der Kreissparkassenstiftung mitfinanziertes Projekt „Hallo Oma, ich brauch Geld“, ein interaktives Theater- und Präventionsprogramm zum Schutz vor Trickbetrügern.  

Wohnungseinbrüche sind nach wie vor eine latente Gefahr. Meist handele es sich um professionelle mobile Banden aus dem osteuropäischen Raum. Wenn ein Einbrecher nicht innerhalb von ein oder zwei Minuten beim Entriegeln oder Aufwuchten Erfolg habe, ziehe er sich in der Regel schnell zurück, ist die  Erfahrung von Pfeifer. Deshalb komme es darauf an, Haus- und vor allem Terrassentüren sowie Fenster einbruchsicher zu machen. In punkto privater Einbruchschutz sei auch schon viel geschehen. So blieben über 40 Prozent der Einbrüche im Versuchsstadium stecken. Wer Sicherheitsbedenken habe, könne kostenlos die sicherheitstechnische Beratung der Polizei kontaktieren, riet Pfeifer.
Bei Einbrüchen sei oft nicht das entwendete Gut oder Geld das wirklich Schmerzliche, sondern eventuelle Verwüstungen und das Gefühl, das eine fremde Person in die eigene Wohnung eingedrungen ist. Zudem solle man auch äußerste Vorsicht walten lassen, wenn unbekannte Personen an der Tür klingeln und mit getürkten Angaben eintreten wollen. Da sind schon viele Wohnungsbesitzer von solchen Eindringlingen mit Tricks abgelenkt und um Geld oder Schmuck erleichtert worden, wusste Pfeifer zu berichten.

(Text: Helmut Sauter, Foto: Helmut Honsberg)