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Nachrichten zum Thema Aus dem Parteileben

Veröffentlicht in Aus dem Parteileben
am 15.11.2019

Anlässlich des Mauerfalls vor 30 Jahren befasste sich die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus
Heilbronn Stadt & Land mit der Entwicklung Russlands in diesem Zeitraum. Dazu
konnte die Russland-Expertin Vera Rogova, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Leibniz-Institut Hessische Friedens- und Konfliktforschung, als Referentin gewonnen werden. Maßgeblichen Anteil an der Wiedervereinigung Deutschlands hatte insbesondere Michail Gorbatschow. Diese politische Öffnung und Entspannungspolitik führte auch zum Ende des Kalten Kriegs und zur friedlichen Auflösung des Ostblocks.

In der Jelzin-Ära verstärkte sich die Annäherung an den Westen. Doch die Übernahme des marktwirtschaftlichen Systems quasi über Nacht überforderte Russland und brachte Chaos und kapitalistische Auswüchse, zerstörte die wirtschaftliche und politische Ordnung. Gleichzeitig unterstützte der Westen virulent den Transformationsprozess in den postsowjetischen Ländern, die nach EU- und Nato-Beitritt drängten.

Nach dem Rücktritt Jelzins kam 1999 Vladimir Putin an die Macht. Er sollte der schmachvollen Niedergang und dem Einflussverlust der einstigen Weltmacht Einhalt gebieten. Mit der Einbindung von „Zwischeneuropa“ in das westliche System und der Erweiterung der Nato bis an russische Grenzen fühlte sich Russland in seinen Sicherheitsinteressen bedroht.

Als kurzsichtig wertete Rogova, ein Assoziierungsabkommen mit der Ukraine ohne Konsultation Moskaus abschließen zu wollen, was dann ja im Februar 2014 zu den Euro- Maidan- Protesten und zum Regierungssturz führte. Mit der Besetzung der autonomen ukrainischen Republik Krim und der Eingliederung nach umstrittenem Referendum manövrierte sich Russland endgültig ins weltpolitische Abseits.

Russland ist in 20 Jahren Putin-Herrschaft nicht aus der wirtschaftlichen Stagnation herausgekommen. Putin legt es darauf, innenpolitische Spannungen, denen er zunehmend autoritär mit Einschränkungen bürgerlicher Freiheiten begegnet, durch außenpolitisches Machtgebaren zu kompensieren. ssor betrachtet, insbesondere weil es im Besitz der

Einhellig sprach man sich für bessere Beziehungen zu Russland aus, auch möglichst für eine Aufhebung der für beide Seiten abträglichen Sanktionen, selbst wenn man die Annektion der Halbinsel Krim realpolitisch akzeptieren müsse:
„Wir brauchen Russland als Partner, und Russland braucht uns“, so das Fazit. (H. S.)

Veröffentlicht in Aus dem Parteileben
am 14.10.2019

Pflegebedürftig werden – davor ist niemand gefeit: Etwa nach eine Schlaganfall oder einer schweren Operation, wenn man aus der Klinik entlassen wird: Was nun? Diesem Thema nahm sich die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus Heilbronn Stadt und Land an und lud dazu einen ausgewiesenen Fachmann ein: Andreas Haupt, Leiter der DRK-Residenz Bad Friedrichshall und Sprecher des Pflegenetzwerks Heilbronn e.V. Er informierte über die verschiedenen Versorgungsmöglichkeiten.

Die meisten Menschen wollen nun einmal auch im hohen Lebensalter in der privaten Häuslichkeit und in der vertrauten Nachbarschaft wohnen. Dazu gibt es zahlreiche technische Hilfsangebot: Vom barrierefreien Badezimmer bis zum Treppenlift. Und es gibt weitere Angebot für technikgestütztes Wohnen. Für solche Investitionen können auch Zuschüsse beantragt werden. Auch der weitere Ausbau der Telemedizin könnte genutzt werden.

Aber was tun, wenn die gewohnte Selbstständigkeit der Haushaltsführung nicht mehr gegeben ist? Natürlich ist es erfreulich, wenn man entsprechende Hilfen von Verwandten, Freunden und Nachbarn erhalten kann. Ansonsten muss man sich um professionelle Dienstleistungen kümmern, für Einkaufen, Putzen, Kochen und andere Unterstützung, wie z.B. von ambulanten Pflegeorganisationen.

Bereutes Wohnen eine gute Alternative. Es bietet die Vorteile eines eigenen Haushaltes, mit der Möglichkeit. Eine andere Möglichkeit ist der Anschluss an eine Wohngemeinschaft oder gar eine Pflege-WG oder Wohnen in einem Mehrgenerationenhaus. In einer Reihe von Kommunen, so auch in Heilbronn, entstehen Wohnquartiere, die das generationenübergreifende Wohnen mit vielfältigen Maßnahmen unterstützen.

Wenn häusliche Pflege nicht mehr möglich ist, ist die stationäre Pflege der Ausweg. Mitunter erfolgt der Einstig über die Nutzung von Tagespflege oder Kurzzeitpflege. Die Pflegeheime
haben heute auch durchweg Betreuungsmöglichkeiten für Demenzkranke. Im Stadt- und Landkreis Heilbronn gibt es 62 Pflegeheime. Im ambulanten Pflegebereich gibt es nahezu 2000 Beschäftigte, so Andreas Haupt.

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am 11.07.2018

(Foto: Dr. Eva Funke)

Ein lange verschollenes Relikt haben Stuttgarter Genossen um Peter Steinhilber entdeckt und ans Stadtmuseum Stuttgart übergeben: Die historische Fahne des "Reichbanners Schwarz-Rot-Gold".

"Beim Umzug einer Genossin ins Pflegeheim kam sie zum Vorschein. Die Farben stehen für die Demokratie- und Freiheitsbestrebungen der Revolution von 1848", erläutert Peter Steinhilber. Der überparteiliche Verband "Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold" wurde 1924 gegründet. Vorsitzender der Ortsgruppe Stuttgart war der spätere Generalstaatsanwalt und Nazi-Jäger Fritz Bauer. Ziel der Mitglieder war die Verteidigung der Weimarer Republik – zum Teil auch mit Waffen. Nach der Machtergreifung durch Hitler wurde der Reichsbanner-Verband verboten wurde, auch die Mitglieder der Ortsgruppe Stuttgart kamen dadurch in Gefahr. Ein Genosse erinnert sich, dass die Waffen im Neckar versenkt wurden und auch die Fahne verschwinden musste. Mutige Genossen versteckten sie, aber irgendwann landete sie auf dem Dachboden. Erst beim Umzug wurde sie wiederentdeckt.

Mittlerweile ist die Besitzerin leider verstorben. Dass dieses wesentliche Zeugnis für die politische Vielfalt und die liberalen Ströungen in Stuttgart nicht wieder auf irgendeinem Dachboden verschwinden dürfe, davon haben die Stuttgarter Genossen die Nachkommen überzeugt und die Fahne nun dem Stadtmuseum übergeben.

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am 20.06.2018

Im mit 30 Personen gut besuchten Raum im Billetschen Schlößchen fand am 13. Juni 2018 eine Veranstaltung der SPD AG 60plus Ortenaukreis statt mit den Themen zur Patientenverfügung, zur Vorsorgevollmacht und zum Testament. Rechtsanwältin Isabel Hutter-Vortisch, aus Pforzheim angereist, fand insbesondere für die schwierigen Themen die richtigen Worte und betonte immer wieder, wie wichtig präzise Angaben (was will ich ganz genau erreichen?) in den Vollmachten und im Testament sind. Zum Schluss gab es großen Beifall für Frau Hutter-Vortisch für ihr großartiges Referat, einen Korb mit den besten Früchten und Gemüse aus der Ortenau und für jede Besucherin eine rote Rose.

Ilse Schmidt

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am 12.06.2018

IG-Metall-Chef Michael Unser informiert SPD-Senioren über Digitalisierung

Die Digitalisierung wird zunehmend in unser Leben eingreifen und die Arbeitswelt nachhaltig verändern. Das ist auch den SPD-Senioren bewusst, und so hat die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus Heilbronn Stadt und Land den Ersten Bevollmächtigten der IG Metall Heilbronn-Neckarsulm, Michael Unser, eingeladen, um mehr über die Auswirkungen der Digitalisierung zu erfahren.

Beim Titel „Arbeit und Leben 4.0“ geht es um die gegenwärtige „4. industrielle Revolution“. Bei industriellen Revolutionen geht man davon aus, dass der technologische Fortschritt steigende Produktivität mit sich bringt, aber auch Arbeitsplatzverluste. Es wird prognostiziert, dass 450 000 Arbeitsplätze bis zum Jahr 2025 verloren gehen, aber auch 390 000 neu geschaffen werden. Der digitale Wandel wird das Spektrum der Berufsbilder stärker denn je verändern´, so Unser. Eine abgeschlossene Berufsausbildung sei nicht mehr hinreichend. Es bedürfe laufender Zusatzqualifikationen, „lebenslanges Lernen“ und generell ein höheres Bildungsniveau. „Einfache“ Jobs werden wegrationalisiert, Software-Spezialisten, Robotertechniker und Ingenieure entwickeln immer neue Geräte und Algorithmen.

Da stellt sich, so Unser, die Frage nach sozial und menschenverträglicher Arbeitsgestaltung, nach Gefährdungsbeurteilung und neuen Arbeitsschutzrechten. Technikfolgenabschätzung ist das Gebot der Stunde. Für Gewerkschaften und Betriebsräte ergeben sich ganz neue Herausforderungen, z. B. werden herkömmliche Arbeitszeiten hinfällig. Es gelte vor allem, hochqualifizierte Mitarbeiter zu erreichen und zu sensibilisieren. Die mobile, individualisierte und flexibilisierte Arbeitswelt müsse gemeinsam mit politischer Weichenstellung human bewältigt werden.

Helmut Sauter