SPD 60 plus

Baden-Württemberg

Herzlich Willkommen!

Wer wir sind. Wir sind eine selbständige Arbeitsgemeinschaft in der SPD. Wir engagieren uns und suchen den Dialog mit den anderen Generationen. Bei uns kann jeder ältere Mensch mitmachen, auch wenn er noch nicht Mitglied unserer Partei werden will. Auch jüngere Menschen, die sich mit Altersfragen beschäftigen, sind uns willkommen. Was wir wollen. Wir wollen unsere Kenntnisse und Erfahrungen für die Gestaltung der Zukunft einbringen. Wir erwarten, daß die Lebensleistung unserer Generation respektiert wird. Wir wollen nicht bevormundet werden. Wir vertreten unsere Interessen selbst! Was wir tun. Wir machen Aktionen, Projekte und Veranstaltungen, diskutieren und mischen uns ein, wenn politische Entscheidungen anstehen. Es gibt in jedem Landkreis eine Seniorenarbeitsgemeinschaft der SPD, zumindest eine Ansprechpartnerin oder einen Ansprechpartner. Wir laden Sie oder Dich zum Mitmachen recht herzlich ein.

Ute May
Landesvorsitzende SPD 60plus

Nominierung für den Landesvorstand der SPD: AG 60plus setzt auf Mitgestaltung

Stuttgart, 18. April 2026 – Der Landesvorstand der Arbeitsgemeinschaft 60plus Baden-Württemberg hat Ute May als Landesvorsitzende und Jens Béchu als ihren Stellvertreter für die bevorstehenden Landesvorstandswahlen der SPD nominiert. Die Entscheidung unterstreicht den Willen der Älteren Generation, aktiv an der Gestaltung der Zukunft der Partei teilzunehmen.

„Wir wollen selbst die Themen mitgestalten, die uns betreffen“, erklärt Ute May. Im aktuellen 26-köpfigen Landesvorstand sind nur zwei Mitglieder über 60 Jahre alt – obwohl über 58 Prozent der SPD-Mitglieder in Baden-Württemberg dieser Altersgruppe angehören. Bei den Delegierten zum Bundesparteitag fehlt zudem jegliche Vertretung Älterer über 60. „Das ist ein klares Ungleichgewicht“, betont Jens Béchu.

Die AG 60plus fördert gerne den Nachwuchs, fordert aber auch Sichtbarkeit und Beteiligung. „Wir bringen reiche Erfahrung aus Partei, Beruf und Leben mit“, sagt May. Ziel ist es, die SPD zukunftsfähig zu machen – nicht rückwärtsgewandt, sondern gestaltend für die nächsten zehn Jahre. Die Arbeitsgemeinschaft will gestärkt werden: Sie spricht niederschwellig auch Nichtmitglieder an, die aktiv mitarbeiten können, und adressiert gezielt Wählergruppen. „Nur wenn sich unsere älteren Mitglieder repräsentiert fühlen, bleiben sie der Partei verbunden“, so Béchu.

Die Nominierung soll das Gewicht der AG 60plus in der SPD Baden-Württemberg unterstreichen.

Rentenniveau bei 48 Prozent bis 2031 stabilisieren

Die Landesvorsitzende der SPD AG 60plus Baden-Württemberg, Ute May, fordert das Rentenniveau bei 48 Prozent bis 2031 zu stabilisieren – und auch über das Jahr 2031 hinaus. Eine sichere Rente ist ein Anliegen der SPD Seniorinnen und Senioren für alle Altersgruppen.

Die Renten müssen sich an den Lohnentwicklungen orientieren und auch künftig sollen die Rentner eine angemessene Rentenerhöhung erhalten. Nur so können alle Generationen mit Zuversicht in ihre Zukunft blicken und darauf vertrauen, im Alter gut abgesichert zu sein. Wer ein Leben lang arbeitet, soll später von seiner Rente leben können – das ist eine Frage des Respekts und der Gerechtigkeit.

Viele CDU-Politiker, die sich gerade gegen die Stabilisierung des Rentenniveaus aussprechen und die dem Deutschen Bundestag angehören oder gehörten, sind später nicht auf die gesetzliche Rente angewiesen. Auch zahlreiche Expertinnen und Experten, die Empfehlungen zur Rentenpolitik abgeben, beziehen andere Versorgungsmodelle. Sollen diese Personen entscheiden, wovon Rentnerinnen und Rentner leben sollen?

Cannabis in der Medizin

AG60+ Heilbronn Stadt und Land
Bericht zum Treffen am 7. November 2025
‚Cannabis in der Medizin‘ - dies war an diesem Nachmittag das Thema über das
unser Genosse Dr. Peter Trunzer als Gastreferent gesprochen hat.
In einer ausführlichen Präsentation erfuhren wir alles Wichtige über Cannabis. Ange-
fangen von der momentanen Gesetzeslage, Cannabis gilt nicht mehr als
Betäubungsmittel im Sinne dieses Gesetzes, über die verschiedenen Pflanzensorten
bis zu den möglichen Anwendungen in der Medizin. Die wichtigsten Wirkstoffe sind
Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). THC hat eine psychoaktive
Wirkung, es kann euphorisch (High-Gefühl) machen, Appetit anregen und Schmer-
zen mildern. CBD wirkt nicht psychoaktiv eher beruhigend, angstlösend und
entzündungshemmend.
Für die Anwendung in der Medizin ist aber der THC-Gehalt ausschlaggebend.
Es gibt viele Krankheiten, die durch Cannabis positiv beeinflusst werden können.
Am Häufigsten wird es bei Schmerzen (chronisch, neuropathisch) verschrieben. Aber
auch bei Angstzuständen und Depressionen, bei Schlafstörungen, Übelkeit uvm.
Cannabis macht nichts kaputt und heilt nichts, sagt Peter Trunzer. Es kann aber
gerade in der Onkologie und der Palliativmedizin sehr hilfreich sein. Trotzdem ist es
nicht für jeden geeignet. Selbstverständlich sollte es in der Schwangerschaft,
während des Stillens, bei schweren Herz- und Kreislauferkrankungen oder manchen
psychischen Erkrankungen nicht eingenommen werden. Und natürlich sollte
Cannabis Kindern und Jugendlichen nur unter strengen Auflagen verabreicht
werden.
Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt des umfangreichen Vortrags, der durch einige
Fragen noch ergänzt wurde.
Vor allem betonte Peter aber, dass die Anwendung von Cannabis immer in enger
Absprache mit einem Arzt erfolgen sollte.
Bedauerlicherweise gibt es aber immer noch zu wenige Ärzte, die eine Cannabisthe-
rapie empfehlen und begleiten. Und auch viele Krankenkassen sträuben sich oft die
Kosten dafür zu übernehmen.
Unser nächstes Treffen findet am 5. Dezember wieder im Willy-Brandt-Haus statt.
Dann wird uns Bernhard Löffler etwas über Rumänien erzählen.
Rumänien im Aufbruch: Geschichte, Kultur, Natur.
Mit solidarischen Grüßen
Renate Stejskal

Jens Bechu, Essay

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Die Parteiführung hat zusammen mit der Bundestagsfraktion die Aufgabe die sozialdemokratische Handschrift in der Koalition zu zeigen. Es geht darum, nicht nur den Koalitionsvertrag umzusetzen – sondern auch die Seele der SPD artikulieren. Wenn es um Themen wie Vermögensteuer, Erbschaftsteuer oder die Stärkung der Arbeitnehmerrechte geht, müssen Positionen aufgezeigt werden, die das SPD-Profil schärfen.

Die aktuelle Themenlage bietet dafür reichlich Gelegenheit: Von der Energiepreissenkung bis zur Modernisierung der Sozialverwaltung, Chancengleichheit und Kampf gegen Armut – überall kann der Vorstand und die Fraktion deutlich machen, was sozialdemokratische Politik ist. So wird aus notwendiger Regierungsarbeit ein Ausblick auf das, was möglich wäre, wenn die SPD wieder stärker würde.

Die Kunst der politischen Kommunikation liegt also darin, die Balance zwischen Verlässlichkeit in der Koalition und eigenständigem Auftreten zu halten. Gerade in einer Zeit, in der Parteien ihr Profil schärfen müssen, sind solche sichtbaren Differenzierungen auch ein Mittel, demokratische Debattenkultur zu stärken. Für die SPD bedeutet dies: die Parteiführung, zusammen mit der Fraktionsspitze im Parlament, muss die öffentliche Wahrnehmung von Parteiidentität zu sicherstellen, ohne den Zusammenhalt des Regierungsprojektes aufs Spiel zu setzen.

Norbert Theobald berichtet aus dem Bundesvorstand

Eines ihrer Quartierszentren in Hannover plant die Stadt beispielsweise als Wohn- und Pflegezentrum mit Plätzen für die Langzeitpflege und für betreutes Wohnen auszustatten. Präventive Hausbesuche, ein gemeinsamer Mittagstisch für die Bewohner in der Umgebung, Kooperationen mit Arztpraxen und Schulungen für Angehörige komplettieren das Angebot. Dagmar Vogt-Janssen betonte: „Es geht darum, eine Infrastruktur für ein gutes Älterwerden zu schaffen. Ein Quartier mit einem Quartierszentrum kann ein Ort der Geborgenheit sein, in dem sich die Menschen begegnen und gegenseitig unterstützen.“
Die Landeshauptstadt Hannover orientiert sich am Leitbild der „Caring Communities“, das auf den 7. Altenbericht der Bundesregierung „Sorge und Mitverantwortung in der Kommune“ zurückgeht. Es stellt innovative Wohnformen, den effizienten Einsatz professioneller Pflege und den Aufbau von unterstützenden Netzwerken in den Mittelpunkt.

Im Wohn und Pflegezentrum Quartier Bothfeld entstehen Angebote zur Prävention, Gesundheitsförderung, Teilhabe und Partizipation, Begleitung und Unterstützung. Sie sollen älteren Menschen eine Infrastruktur bieten, die es ihnen ermöglicht, möglichst lange und selbstbestimmt bei hoher Lebensqualität zu Hause älter zu werden. Auch Einrichtungen und andere Orte, die bereits über Bausteine eines Quartierszentrums verfügen, sollen weiterentwickelt werden. Die Stadt Hannover plant und koordiniert diesen Entwicklungsprozess und stellt Finanzmittel über sogenannte „Quartiersbudgets“ zur Verfügung. Sektorenverbindende Versorgungsverträge mit den Pflegekassen werden gefördert, sodass nicht nur die Bewohner der Einrichtung, sondern auch die Menschen in der Nachbarschaft gut versorgt werden können.