SPD 60 plus Ba-Wü

Herzlich Willkommen!

Wer wir sind. Wir sind eine selbständige Arbeitsgemeinschaft in der SPD. Wir engagieren uns und suchen den Dialog mit den anderen Generationen. Bei uns kann jeder ältere Mensch mitmachen, auch wenn er noch nicht Mitglied unserer Partei werden will. Auch jüngere Menschen, die sich mit Altersfragen beschäftigen, sind uns willkommen. Was wir wollen. Wir wollen unsere Kenntnisse und Erfahrungen für die Gestaltung der Zukunft einbringen. Wir erwarten, daß die Lebensleistung unserer Generation respektiert wird. Wir wollen nicht bevormundet werden. Wir vertreten unsere Interessen selbst! Was wir tun. Wir machen Aktionen, Projekte und Veranstaltungen, diskutieren und mischen uns ein, wenn politische Entscheidungen anstehen. Es gibt in jedem Landkreis eine Seniorenarbeitsgemeinschaft der SPD, zumindest eine Ansprechpartnerin oder einen Ansprechpartner. Wir laden Sie oder Dich zum Mitmachen recht herzlich ein.

Rainer Arnold
Landesvorsitzender SPD 60plus

 

Veröffentlicht in Aus dem Parteileben
am 06.11.2022

Im September hatte mit sehr großer Beteiligung die Arbeitsgemeinschaft SPD 60 plus im SPD-Kreisverband Mannheim zum Besuch des BUGA-Geländes auf Spinelli eingeladen. In diesem Zusammenhang wurde die Idee geboren, zur Unterstützung der BUGA einen Baum zu spenden.

„Als SPD-Arbeitsgemeinschaft war es für uns keine Frage, dass wir aus der Baumliste des BUGA-Freundeskreises einen Rot-Ahorn-Baum ausgesucht haben“, so Evi Korta-Petry, die stellvertretende AG-Vorsitzende. Am letzten Freitag trafen sich in der Parkschale am Rande des Spinelli-Geländes Evi Korta-Petry, Mathias Kohler und Harry Kroiss vom Vorstand der AG SPD 60 plus, die vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Thorsten Riehle begleitet wurden, mit Lydia Frotscher, Abteilungsleiterin für die gärtnerische Gestaltung der BUGA, David Ruf, Referent der BUGA-Geschäftsführung sowie Gerda Brand vom Vorstand des BUGA-Freundeskreises.

Lydia Frotscher informierte, dass der Rot-Ahorn in Nord-Amerika beheimatet ist und der klassische Baum für den berühmten „Indian Summer ist, der im Herbst recht lange seine Blätter trägt. Seit den 60er Jahren wird er auch in Europa gepflanzt. Der Baum wird bis zu 15 Metern hoch und wächst mit mehreren Aststämmen. Für Bienen und Insekten ist der Rot-Ahorn eine wahre Futtergrube. Er gilt als Klima-Baum und verträgt Kälte genauso wie lange Trockenzeiten, Starkregen und hohe Temperaturen. Die Parkschale, wo der AG SPD 60 plus gestiftete Baum gepflanzt wurde, wird ein Spiel- und Bewegungspark zwischen der Randbebauung und dem Spinelli-Park werden, der ausreichend Platz für Bewegung, Sport und Spiel für alle Generationen bieten soll. Gerda Brand vom Vorstand des BUGA-Freundeskreises überreichte dem Vorstand der AG SPD 60 plus eine Spendenurkunde (siehe Foto). „Wir begrüßen es sehr, wenn noch weitere Gruppen, Organisationen oder Einzelpersonen die BUGA mit einem Baum unterstützen. Bäume spenden Sauerstoff und speichern CO²,“ betont Harry Kroiss, der die Baumspende organisiert hatte.

Veröffentlicht in Aus dem Parteileben
am 06.11.2022

Beim Monatstreffen der SPD-Arbeitsgemeinschaft Heilbronn Stadt & Land kann es auch mal heiter statt politisch zugehen. Der AG-Vorsitzende Sieghart Brenner hatte Wolfgang Walker gewinnen können. Wer kennt ihn nicht, den Stuttgarter Rundfunk-Mann mit der sonoren, warmherzigen Stimme, wohlbekannt von der nachmittäglichen Sendung jeden Werktag von 15 bis 16 Uhr, die er 26 Jahren lang moderierte: „U.A.w.g. – Um Antwort wird gebeten“.

Walker ist eigentlich Badener, 1946 in Mannheim geboren. In seiner Handwerker-Familie gab es ein großes Rundfunkgerät. Vor allem das Hörspiel um 17 Uhr faszinierte ihn. Da wollte er auch mal dabei sein, wenn auch nur als Hintergrundstimme. Auf ein ungelenkes Bewerbungsschreiben als 16Jähriger erhielt er vom SDR-Studio Heidelberg eine Einladung zu einer Mikrofonprobe mit sachlichem, engagierten und Mundart-Text. Als er dann in dem schalldichten Raum voller Enthusiasmus einen Text aus Werthers Leiden, gefärbt in Mannemer Dialekt, vortrug, war es aus. Abi, Studium und Sprechbildung wurde erstmal verlangt.

Nach Germanistik-Studium und Praktikum beim Südwestfunk kam er wieder zum Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart, allerdings nicht, wie angestrebt, in die Kultur- sondern in die Unterhaltungsredaktion. Aus dieser Zeit wusste Walker einige Anekdoten zu berichten („Zölibat ist eine priesterlose Ehe“), erst recht dann von seinen „Abenteuern“ auf dem Cannstatter Wasen, wo er die Betreiber der Fahrgeschäfte in voller Fahrt interviewen sollte. Für Walker waren die ersten Funk-Jahre „Learning by doing.“

Später interviewte Walker bekannte Mitbürger zu ihrem Lebenslauf. „40 Minuten Wort ohne Musikpassagen“. Begegnungen unter anderem mit Erich Kästner, Heinz Rühmann, Rudolf Platte, Paul Hörbiger, Johannes Heesters, O.E. Hasse, Peter Frankenfeld, Peter Ustinov, Elly Beinhorn, Lilly Palmer, Erika Köth. Über diese Gespräche wusste Walker amüsante Stories zu berichten.

Es folgte der Einsatz in der Frühsendung um fünf Uhr mit Rainer Nitschke „Gut aufgelegt“, wo er nicht immer so gut aufgelegt war. Die Sendung „Um Antwort wird gebeten -U.A.w.g." wurde zu seinem Markenzeichen. „Das war
soziales Radio" - da kamen alle möglichen Anliegen, Probleme und
Sorgen zu Wort, wurden Hilfen, mehr oder weniger wertvolle Gebrauchsgegenstände aus privatem Fundus sowie soziale Bekanntschaften und auch mal Tiere vermittelt, und „hinter den Kulissen“ mit einer Kollegin noch mit Rückrufen persönliche Fragen der Hörer/innen erörtert und geklärt. Nicht von ungefähr bekam Walker für diese Lebenshilfe-Sendung zweimal das Bundesverdienstkreuz. Und bei seiner letzten Sendung und Verabschiedung in den Ruhestand am 29. Juni 2007 in Hagnau am
Bodensee fanden sich mehr als 3000 Hörer/innen ein, um ihre Würdigung für
„U,A,w.g.“ als wichtiges soziales Bindeglied auszudrücken.

Die weitaus längste Zeit seiner Rundfunk-Jahre in Stuttgart erlebte Walker beim Süddeutschen Rundfunk bzw. - seit dem Zusammenschluss mit dem Südwestfunk (SWF) am 1. Oktober 1998 - dem Südwestrundfunk (SWR). Laut Walker hatte man damals noch „Ehrfurcht vor schneeweißen Haaren“, wie es in dem Lied von Camillo Felgen heißt, das in der SDR-Sendung „Sie wünschen, wir spielen“ gut ankam. Doch das Alter nimmt Walker mit Humor. Stellvertretend dafür gab er ein Gedicht über dem Alter geschuldeten Beschwernissen und Vergesslichkeit zum Besten, aus einem von vier vergriffenen Bändchen, die entstanden sind aus Gedichtanfängen, die Hörer kannten und die von anderen Hörern vervollständigt wurden. Richtig lustig wurde es bei den SPD-Senioren, als Wolfgang Walker noch einige Sketche vortrug. (hs).

Veröffentlicht in Aus dem Parteileben
am 09.08.2022

Das Naturschutzgebiet Köpfertal im Osten der Stadt Heilbronn ist in und um Heilbronn ein Begriff für Naturerlebnis. Und so folgten der Einladung der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus Heilbronn Stadt & Land zur schon traditionellen Sommerwanderung durch das „Köpfertal“, 25 SPD-Seniorinnen und Senioren, um dieses naturnahe Erholungsgebiet erstmals kennen zu lernen oder es wieder einmal zu erleben. Was man auf dieser rund vier Kilometer langen Wanderstrecke in zweieinhalb Stunden sehen und erfahren konnte, war natürlich auch den besonderen Kenntnissen des „Wanderführers“ und AG-Vorsitzenden Sieghart Brenner, bekanntlich ehemaliger Förster, zu verdanken.

 

Das 1985 vom Regierungspräsidium Stuttgart als „Naturschutzgebiet Köpfertal“ bestimmte Refugium erstreckt sich auf einer Fläche von 32 ha und stellt eine ökologisch wertvolle Fläche für Erholung und Schutz naturnaher Lebensräume mit reicher Flora und Fauna dar. Im Köpfertal wechseln sich Wiesen sowie Feucht- und Waldgebiete ab. Typische Baumarten, Sträucher, Stauden, Gräser, Blüten und Kräuter bilden die bachbegleitende Vegetation. Besonders erwähnenswert sind die Kopfweiden, die möglicherweise dem Bachtal den Namen gegeben haben. Es ist dies keine eigene Baumart, sondern ihre charakteristische Form Ergebnis regelmäßiger Beschneidung - „Köpfen“ von einzelnen Rot- und Bruchweiden - heute durch den Naturschutzbund (NABU). Deren Ruten, normalerweise zum Korbmachen verwendet, wurden in den nahen gelegenen Weinbergen zum Binden der Reben genutzt. Über die Köpfer-Stauanlage, 1935 an Stelle eines seit altersher bestehenden Sees angelegt, kommt man nach etwa einem Kilometer an die „Köpferanlage“. Diese wurde Ende des 19. Jahrhunderts durch den Heilbronner Verschönerungsverein geschaffen: Kapelle mit Mönchskopf, gefasster Brunnen, kleiner Teich, Sitzmöglichkeiten, Steinbrückchen. Dann der frühere „Musikpavillon“, in dessen Inneren ein aufgeschlagenes dickes Buch aus Holz, die „Köpfer-Sage“ mittels eingeritzter Schnörkelschrift wiedergibt.

 

Auf dem Rückweg über einen Teil des Skulpturenwegs kann man feine Holzfiguren betrachten, die mit der Kettensäge geschnitzt wurden. Weiter geht es auf dem Köpferweg, an einem Bunkermauerrest des ehemaligen Schießstandes befindet sich eine Gedenktafel. Zusammen mit den im Jahr 2010 verlegten „Stolpersteinen“ wird an die Hinrichtung von 24 französischen Widerstandskämpfern durch die Gestapo im August 1944 erinnert. Ein Abstecher führt zum „Ehrenfriedhof“, der 1944 angelegt wurde, um viele Opfer (über 7000 Tote) des Fliegerangriffs auf die Heilbronner Innenstadt am 4. Dezember zu beerdigen. Nach kurzem Weg, wieder durch das untere Köpfertal, sieht man zwischen Wald- u. Parkgelände das städtische Senioren-Pflegeheim Katharinenstift. Das Ende des Köpferbachs ist erreicht, denn jenseits der Straße wird aus dem Köpfer- der Pfühlbach. Dieser speist mit noch einigen Quellen den Trappensee und im Pfühlpark den Pfühlsee, ehe er verdolt in der Heilbronner Innenstadt in den Neckar mündet.

 

Sieghart Brenner

Veröffentlicht in Aus dem Parteileben
am 20.06.2022

„Der Sommer, die Stadt und Du!“ Die Gartenschau Eppingen – eigentlich schon für 2021 geplant, doch wegen Corona um ein Jahr verschoben – lockte die 60 plus Heilbronn Stadt- & Land. An einem Sonnen- und Hitzetag fuhr eine fast 30 köpfige Gruppe per Neun-Euro-Ticket in die zweitgrößte Landkreis-Gemeinde, von wo aus die Eppinger SPD-Gemeinderäte Michael Mairhofer und Reinhard Ihle die Führung übernahmen, unterstützt von den Eppinger „SPD-Urgesteinen“ Werner Förster und Hartmut Kächele.

 

Vom gegenüberliegenden Gartenschau-Eingang Süd geht es auf das vom neu angelegten Stadtweiher dominierte Gelände: Von der Holzterrasse aus, ein wunderschöner Ausblick über die Wasserfontäne zum Altstadt-Panorama. Davor, jenseits der renaturierten Elsenz, die neue grüne Lunge Eppingens. Es wird Wert darauf gelegt, dass das „grüne Paradies“ der Gartenschau - 15 Millionen € Kosten, die Hälfte davon staatliche Zuschüsse - „nachhaltig“ ist. Von der Gesamtfläche von zehn Hektar sollen 8,5 Hektar Bürgerpark, mit floristischer Vielfalt, quasi ein Beitrag zur Stadtentwicklung, der Öffentlichkeit zugänglich bleiben. Es folgt ein zweistündiger spannender Rundgang - auch durch die altstädtische „Fachwerkstadt mit Pfiff“ - mit viel Informationen zu Planung, Ausführung und Historie. Zudem gibt es viele Hinweise zu Ausstellern, Betreuern, Helfern und zu den zahlreich beteiligten Firmen und ehrenamtlichen Organisationen. Nach einer gemeinsamen Einkehr in einer Gaststätte von war freie Erkundung angesagt. Doch bevor es in den Ostteil der Gartenschau geht, ließen es sich fast alle nicht nehmen, die Wechselfloristik-Ausstellung in der Blumenhalle in der Zunfthausgasse anzusehen. Auf dem Festwiesen-Gelände gibt es, neben dem „Zusammenfluss“ von Elsenz und Hilsbach, ganz viel zu entdecken und zu erkunden: Kakteengarten, Landschaftsgärten, Tiergehege, Treffpunkt Grün. Dazu Informationen zu Naturpark, Tourismusverband, Alpenverein, Odenwaldclub, Land- u. Forstwirtschaft, Kindergärten, Schulen, Aufbaugilde, u.a. m. Besonders eindrucksvoll das Bürgerprojekt „Hoffnung und Mehr“, bei dem neben Generationengärten und verschiedenen Pflanzkulturen, die Themen Integration und Flucht besonders anschaulich präsentiert werden.

Mit vielen Eindrücken ging es für die SPD-Senioren dann zurück nach Heilbronn.

(Helmut Sauter, Sieghart Brenner)

Veröffentlicht in Aus dem Parteileben
am 25.05.2022

60 plus-Landesvorsitzender Rainer Arnold bei den SPD-Senioren

 

Aus aktuellem Anlass hat die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus Heilbronn Stadt & Land den Landesvorsitzenden der SPD-Senioren, Rainer Arnold, zu einem außerordentlichen Treffen in der Gaststätte Jahnheide eingeladen, um die Situation, die Hintergründe und die weltpolitische Dimension des Angriffskriegs Putins auf die Ukraine zu beleuchten. Arnold war von 1998 bis 2017 Bundestagsabgeordneter und hat sich als verteidigungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion lange mit der deutschen Außenpolitik befasst.

 

Arnold beklagte die brutalen Zerstörungen und die vielen Toten, die Not und das Leid in der von dem russischen Krieg heimgesuchten Ukraine, was auch notgedrungen und gleichzeitig selbstverständlich der westlichen demokratischen Welt eine große Verantwortung auflade. Widersprüchliche Nachrichten lösten jedoch auch zwiespältige Gedanken aus. Für Sozialdemokraten, die sich viele Jahre für eine versöhnende Ostpolitik mit Russland eingesetzt hatten, dürften jedoch, bei aller Verpflichtung und Bereitschaft für massive humanitärer, finanzieller und militärischer Hilfeleistung, die Möglichkeiten zu Waffenstillstands- und Friedensverhandlungen zwischen den beiden Konfliktparteien, zwei ehemalige sowjetische „Bruderländer“, nicht vernachlässigt werden.

Man hätte bei den kriegerischen Auseinandersetzungen Russlands in Tschetschenien, Georgien und Syrien und nicht zuletzt 2014/15 im ukrainischen Donbas den gefährlichen Machtanspruch von Präsident Putin erkennen müssen, so dass der Krieg in der Ukraine quasi als eine Katastrophe mit Ansage gedeutet werden könne. Auch wenn Russland um seinen Sicherheitsbereich bange und sich vom Westen getäuscht sehe, so seien Putins Forderungen von noch Ende 2021, die Nato solle sich aus ihren osteuropäischen und baltischen Mitgliedsstaaten zurückziehen, unerfüllbar gewesen, meinte Arnold.

 

Man könne nur feststellen, dass Putin sich zu einem Aggressor und Diktator entwickelt habe und mit seinem Krieg den Westen und die Nato zusammengeschweißt und mit den heraufbeschworenen krassen Sanktionen seinem Land und der Bevölkerung stark geschadet habe.