SPD 60 plus Ba-Wü

Herzlich Willkommen!

Wer wir sind. Wir sind eine selbständige Arbeitsgemeinschaft in der SPD. Wir engagieren uns und suchen den Dialog mit den anderen Generationen. Bei uns kann jeder ältere Mensch mitmachen, auch wenn er noch nicht Mitglied unserer Partei werden will. Auch jüngere Menschen, die sich mit Altersfragen beschäftigen, sind uns willkommen. Was wir wollen. Wir wollen unsere Kenntnisse und Erfahrungen für die Gestaltung der Zukunft einbringen. Wir erwarten, daß die Lebensleistung unserer Generation respektiert wird. Wir wollen nicht bevormundet werden. Wir vertreten unsere Interessen selbst! Was wir tun. Wir machen Aktionen, Projekte und Veranstaltungen, diskutieren und mischen uns ein, wenn politische Entscheidungen anstehen. Es gibt in jedem Landkreis eine Seniorenarbeitsgemeinschaft der SPD, zumindest eine Ansprechpartnerin oder einen Ansprechpartner. Wir laden Sie oder Dich zum Mitmachen recht herzlich ein.

Lothar Binding MdB Landesvorsitzender SPD 60plus

 

Veröffentlicht in Bundespolitik
am 07.03.2019

Es gibt bei der Rente eine große Ungerechtigkeit: Viele Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, landen wegen ihrer niedrigen Löhne als Rentner in der Grundsicherung. Deshalb drängen die Sozialdemokraten auf ein schnelles Gesetzgebungsverfahren für die „Respekt-Rente“. 

Die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus in Baden-Württemberg fordert die Union auf, den Weg für die Grundrente freizumachen. Dazu sagte Lothar Binding, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft, am Dienstag in Stuttgart: „Von der Rente muss man auch bei geringem Lohn, Teilzeit oder Arbeitslosigkeit in Würde leben können. Deswegen begrüßen die Senioren und Seniorinnen der SPD in Baden-Württemberg den Vorschlag von Bundesminister Heil für eine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung. „Wir appellieren an den Koalitionspartner in Berlin, sich auf den Vorschlag von Hubertus Heil einzulassen.“ Es gebe wirklich viele Menschen, die auf die Grundrente warteten. „Sonst wird das Problem von Armutsrenten nicht gelöst und nach und nach immer mehr Menschen betreffen.“, so Binding.

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit niedrigen Rentenansprüchen, die jahrzehntelang in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt, Kinder aufgezogen oder Angehörige gepflegt haben, müsse die Rente aufgewertet werden. Nur so könne man diese Menschen vor dem Gang zum Grundsicherungsamt bewahren. „Das Risiko von Altersarmut würde seinen Schrecken verlieren. Es wird Zeit diesen Menschen endlich mehr Respekt entgegenzubringen!“, betonte der Bundestagsabgeordnete.

Den Sozialdemokraten sei klar, dass ein solches Modell nicht umsonst zu bekommen ist. Aber der Aufschrei von Seiten der Union oder FDP sei schon peinlich, forderten Sie doch den Solidaritätszuschlag für die reichsten 10 Prozent der Menschen im Land zu streichen, was den Bundeshaushalt 10 Milliarden Euro im Jahr kosten würde. Für eine Grundrente, die den Ärmsten in unserem Land helfe und deutlich weniger kosten würde, sei plötzlich kein Geld mehr da. „Das hat mit Respekt gegenüber den hart arbeitenden Menschen in unserem Land nichts zu tun, das ist einfach nur Klientelpolitik“, so der Finanzpolitiker.

Im Koalitionsvertrag ist vereinbart: Wer Grundsicherung bezieht und 35 Jahre lang Beiträge in die Rentenversicherung einbezahlt hat, soll einen Zuschlag von zehn Prozent des Grundsicherungsbedarfs bekommen. Der Bedarf besteht nicht nur aus dem Regelsatz von 424 Euro für Alleinstehende, sondern auch aus den Wohnkosten und eventuell Zuschlägen etwa für spezielle Ernährung bei Krankheiten. In Stuttgart etwa läge der Zehn-Prozent-Zuschlag für alleinlebende Menschen bei rund 120 Euro. Wichtig ist, dass auch Jahre der Kindererziehung oder der Pflege Angehöriger als Beitragsjahre zählen.

Für die Arbeitsgemeinschaft ist aber auch ein Nachteil deutlich geworden. „Nicht wenige bedürftige Beitragszahler gehen nach der jetzigen Regelung mit 35 Beitragsjahren leer aus“, so Binding. Wer weniger als 35 Beitragsjahre in Vollzeit angesammelt hat, bekommenichts - wohl aber der mit 35 Beitragsjahren mit nur 15 Stunden in der Woche“. Diese starre Grenze würden die Sozialdemokraten gerne aufweichen.

Von der Grundrente hätten sowohl diejenigen etwas, die bereits in Rente seien, als auch die, die neu in Rente gingen. „Gerade auch jungen Menschen wird so verdeutlicht, dass sie sich auf die gesetzliche Rente verlassen können. Es wäre ein echter Beitrag, um den sozialen Zusammenhalt zu stärken“, so die Sozialdemokraten.

 

Veröffentlicht in Veranstaltungen
am 27.02.2019

SPD 60 plus Lörrach besuchte das „AWO Schatzkästlein“ in Rheinfelden - Das nachhaltige Kaufhaus für Jedermann

Für ihre monatliche Zusammenkunft folgten die SPD Genossen/innen der Einladung der SPD Kreisrätin Hannelore Nuß, das AWO Sozialkaufhaus „Schatzkästlein“ in Rheinfelden zu besuchen. Die AWO Kreisvorsitzende freute sich über das Interesse am Sozialkaufhaus, den „mit diesem Kaufhaus helfen wir Menschen die finanziell nicht so gut gebettet sind“, so Nuß in ihrer Begrüßungsrede. Sie betonte, dass die gesamte Bevölkerung einkaufen kann, welches sehr gewünscht ist, denn Güter wie Haushaltswaren, Möbel, Bücher uvm. in einem weiteren Lebenszyklus zu bringen, schont nicht nur die Recyclinghöfe, sondern vor allem die Umwelt. Die Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen ist ein Schwerpunkt der AWO, ergänzte Geschäftsführerin Ina Pietschmann. Der Kreisverband eröffnete im letzten Jahr noch in Wyhlen und Schopfheim zwei weitere Kaufhäuser. Gleichzeitig sorgt die AWO an sechs Standorten (Haltingen, Weil am Rhein, Maulburg, Steinen, Herten und Karsau) für die Vereinbarung von Familie und Beruf mit  der Betreuung der Grundschulkinder nach der Schule. Die „AWO kids“ erfreuen sich großer Beliebtheit und das AWO Ferienprogramm wird auch sehr gern angenommen, so Pietschmann.

Beim Rundgang durch das Haus mit dem Leiter des Schatzkästlein Michael Schmalzl staunten die Gäste über die Größe des 3 stöckigen Hauses und waren von der umfassenden Logistik beeindruckt:  Von der Annahme der gespendeten Ware, dem gezielten Sortieren und Lagern der Ware, der Präsentation der Ware im Verkaufsraum sowie dem Verkauf der Ware bis hin zur Abholung und Lieferung der Möbel. Beeindruckt lobte Bernd Sevecke, Vorsitzende der SPD AG plus diese Einrichtung.“ Es steckt so viel Arbeit darin und man spürt, dass das Team mit viel Herzblut dabei ist. Man könnte hier stundelang stöbern und bei dieser Vielseitigkeit, findet sicher jeder etwas.“

Veröffentlicht in Nachruf
am 03.12.2018

Die Arbeitsgemeinschaft SPD 60 plus trauert um Renate Merten, die nach langer schwerer Krankheit verstorben ist.

Renate Merten war mit Leib und Seele Sozialdemokratin. Viele Jahre lang engagierte sie sich bei ASF und SPD 60 plus, sowohl im Kreisverband Ortenau als auch auf Landesebene. Von 2000 bis 2015 war sie Mitglied im ASF-Landesvorstand, seit 2015 Mitglied im 60 plus-Landesvorstand. Auf zahlreichen Bundeskonferenzen hat sie Baden-Württemberg als Delegierte würdig vertreten.

Menschen am Rande der Gesellschaft galt Renates Engagement. Stets streitbar und eine Frau der klaren Worte - unvergessen ihre Auftritte bei Bundeskonferenzen, bei denen sie selbst den Parteivorsitzenden ihre Meinung mit auf den Weg gab. Viele haben erleben dürfen, wie viel Energie in dieser zierlichen Person steckte.

Auch als ihre Krankheit die Teilnahme an Sitzungen und Veranstaltungen nicht mehr zuließ, hat sie sich weiter für die Gremien interessiert und den Kontakt gehalten.

Wir haben eine treue Weggefährtin verloren. Wir werden Renate in dankbarer Erinnerung behalten. Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie.

Veröffentlicht in Veranstaltungen
am 04.09.2018

Der Cannstatter Kursaal war voll besetzt, das Wetter war sonnig und nicht zu heiß. Beste Voraussetzungen für einen politischen Nachmittag mit hochrangiger Besetzung. „Gudrun Igel-Mann und Peter Steinhilber haben es, wie jedes Jahr sehr gut organisiert“, lobte der Bundesvorsitzende der SPD Senioren-Arbeitsgemeinschaft Lothar Binding die Macher der Veranstaltung. Daneben spielte der Handharmonika-Spielring Stuttgart-Möhringen Rhythmen von heute und gestern. Manch einer hatte sogar die Idee zu tanzen. Es kam nicht dazu, denn die aktuelle Politik stand im Vordergrund.
Binding ging in seiner Begrüßung auf die gerade erzielte Einigung beim Rentenpaket ein: „Es war ein schwieriger Kompromiss – ich bin nun sehr froh über die deutlich sozialdemokratische Handschrift. Das ist gut für die Rentnerinnen und Rentner. Allerdings müssen wir für die kommenden Generationen auch Antworten für die Zeit nach 2025 haben. Auch langfristiges Ziele müssen heute schon in Angriff genommen werden, das ist eine unserer politischen Aufgaben.“

Justizministerin Katarina Barley kam pünktlich, stand aber unter Zeitdruck. „Heute Abend muss ich bei Maybrit Illner Stellung beziehen – es geht um die Rechtradikalen in Chemnitz“, entschuldigte sie sich. Anschließend ging es direkt zum Flieger nach Berlin.

Sie sprach über den anstehenden Brexit und die Zukunft der EU. Die Entscheidung über den Brexit sei ein schwerer Tiefschlag für die Zusammenarbeit in Europa gewesen. Barley wurde dabei sehr persönlich und sprach über ihre eigene Familie, die britische, deutsche, niederländische und spanischen Wurzeln habe. „Unsere Familien haben im zweiten Weltkrieg gegeneinander gekämpft, so etwas kann man sich heute nicht mehr vorstellen und das darf nie wieder passieren.“

Die Europäische Union sei deshalb genau auf der Grundlage dieses Friedensversprechens gegründet worden. „Einem Versprechen, gepaart mit Wohlstand, sozialer Sicherheit und Solidarität“. Nur wenn diese Werte in den Mitgliedsstaaten umgesetzt und gelebt würden, könne es auch in Zukunft ein starkes Europa geben, betonte sie.

„Und wir brauchen ein starkes Europa um in der globalen Welt zu bestehen. Dazu gibt es keine Alternative, das will ich hier in Stuttgart ganz klar und deutlich sagen“. Man dürfe das Feld nicht den nationalistischen Kräften überlassen, so Barley. Sie forderte zur Lösung der anstehenden Aufgaben in Europa eine engere Zusammenarbeit von Frankreich und Deutschland: „Macron ist definitiv kein Sozialdemokrat, aber er ist ein überzeugter Europäer. Diese Chance müssen wir nutzen.“ Beim Brexit hat sie die Hoffnung auf ein gutes Ende noch nicht aufgegeben. „Es gibt immer mehr Stimmen in Großbritannien, die den Brexit für einen großen Fehler halten und sich öffentlich zur EU bekennen, leider sehr spät, aber vielleicht lässt sich das Ruder nochmal rumreißen“, so Barley zum Abschluss.

 

Veröffentlicht in Aus dem Parteileben
am 11.07.2018

(Foto: Dr. Eva Funke)

Ein lange verschollenes Relikt haben Stuttgarter Genossen um Peter Steinhilber entdeckt und ans Stadtmuseum Stuttgart übergeben: Die historische Fahne des "Reichbanners Schwarz-Rot-Gold".

"Beim Umzug einer Genossin ins Pflegeheim kam sie zum Vorschein. Die Farben stehen für die Demokratie- und Freiheitsbestrebungen der Revolution von 1848", erläutert Peter Steinhilber. Der überparteiliche Verband "Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold" wurde 1924 gegründet. Vorsitzender der Ortsgruppe Stuttgart war der spätere Generalstaatsanwalt und Nazi-Jäger Fritz Bauer. Ziel der Mitglieder war die Verteidigung der Weimarer Republik – zum Teil auch mit Waffen. Nach der Machtergreifung durch Hitler wurde der Reichsbanner-Verband verboten wurde, auch die Mitglieder der Ortsgruppe Stuttgart kamen dadurch in Gefahr. Ein Genosse erinnert sich, dass die Waffen im Neckar versenkt wurden und auch die Fahne verschwinden musste. Mutige Genossen versteckten sie, aber irgendwann landete sie auf dem Dachboden. Erst beim Umzug wurde sie wiederentdeckt.

Mittlerweile ist die Besitzerin leider verstorben. Dass dieses wesentliche Zeugnis für die politische Vielfalt und die liberalen Ströungen in Stuttgart nicht wieder auf irgendeinem Dachboden verschwinden dürfe, davon haben die Stuttgarter Genossen die Nachkommen überzeugt und die Fahne nun dem Stadtmuseum übergeben.