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Saskia Esken spricht über die Digitalisierung und Teilhabe

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In seiner Begrüßung stellte das Landesvorstandsmitglied Norbert Theobald praktische Beispiele in der alltäglichen Nutzung digitaler Teilhabe vor. „Die Digitalisierung schreitet mit großen Schritten voran und nicht alle halten dabei Schritt“, warnte er. Dieses Thema bewege zunehmend die Menschen im Alltag. „Gerade Ältere, die nicht mit den modernen Geräten und Anwendungen aufgewachsen sind, tun sich schwer“, so Theobald. Hier müsse man helfen und unterstützend arbeiten. Es sei nicht allein Sache der Industrie das Tempo der „digitalen Revolution“ zu bestimmen, der Gesetzgeber müsse hier in vielen Belangen regulierend einschreiten.

Die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken, die auch dem Innenausschuss und der Arbeitsgruppe „Digitale Agenda“ im Deutschen Bundestag angehört, wies anhand einiger Beispiele am Anfang ihres Vortrages darauf hin, dass der digitale Wandel sowohl im privaten als auch im beruflichen Lebensbereich das gesellschaftliche Leben bestimmt. „Digitaler Wandel bedeutet Chancen und Risiken“, so Saskia Esken. Neben den positiven Entwicklungen der Digitalisierung – wie der schnelle Zugang zu den Informationen aus aller Welt, eine wesentliche Entwicklung des investigativen Journalismus und der damit zusammenhängenden Transparenz, - sei auch auf die negativen Folgen des digitalen Zeitalters hingewiesen: Die Spaltung der Gesellschaft durch Desinformationen im Netz, Ausschluss aus der Solidargemeinschaft durch gezielte virtuelle Diskriminierung und Vieles mehr. Die gerechte Verteilung der Nutzerrechte wurde durch die Referentin als sozialdemokratische Aufgabe definiert.

Die Digitalisierung der Arbeitswelt zeige eine zwiespältige Entwicklung auf, betonte sie: „Auf der einen Seite kann die Digitalisierung als Chance im Kampf gegen den steigenden Fachkräftemangel gesehen werden, auf der anderen Seite droht gleichzeitig durch die voranschreitende Digitalisierung der Wegfall vieler Arbeitsplätze“, so die Calwerin. Die Politik müsse insbesondere dort ansetzen, wo großer struktureller Wandel entsteht, so eine der Kernaussagen der Bundestagsabgeordneten.
Neben den „reinen“ Arbeitsthemen wurde auch die Entgrenzung von Berufs- und Privatleben durch die Digitalisierung angesprochen: Der Übergang zwischen Privatleben und Beruf ist inzwischen sehr fließend geworden.

Darüber hinaus sprach Saskia Esken über die große Bedeutung der Bildung im Zeitalter der Digitalisierung: „Die Frage danach, wie und was wir lernen, ist einem starken Wandel unterzogen und zwar nicht nur an den Schulen, sondern auch im Rahmen der beruflichen Bildung sowie bei der Erwachsenenbildung“.

Schließlich sei es wichtig zu erkennen, dass die künstliche Intelligenz nicht die Kreativität und die Empathie als die zutiefst menschlichen Eigenschaften ersetzen kann, so Saskia Esken zum Abschluss.

Saskia Esken und Norbert Theobald (Foto: Wolfgang Ebsen)